Chronik
Auf dieser Seite ist die Chronik in einer Gesamtansicht zusammengefasst. Die vier historischen Teilbereiche koennen unten direkt per Tab ausgewaehlt werden.
Zeitstrahl
1823
Küster Jakob Nettesheim unterrichtet in seiner Wohnstube im Winter die Kinder. Nach seinem Tod übernimmt sein Schwiegersohn Gottfried Zündorf seine Ämter.
Erster Schulbau.
Küster Johannes Zündorf unterrichtet Kinder in der bald zweiklassigen Schule.
Einweihung des neuen Schulgebäudes
Schulleiter Hans Mahro tritt seinen Dienst an. Die Schülerzahlen steigen an (1964: 222 Schüler).
Einweihung des grossen Schulneubaus.
Trennung in Grund- und Hauptschule. Unsere Schule wurde als katholische Grundschule eingerichtet, wobei die Schule von durchweg allen Schülerinnen und Schülern aus Niederkassel-Ort besucht wurde und damit auch den evangelischen Religionsunterricht sicherstellte.
Otto Bohner tritt als Schulleiter seinen Dienst an. Die Schülerzahlen steigen bis zum Jahr 1973 auf 306 Schüler an.
Johannes Walrafen wird zum Hauptlehrer, später zum Schulleiter ernannt.
Das alte Schulgebäude erfährt aufgrund der sinkenden Schülerzahlen eine neue Nutzung. Nach Musikschule und Bücherei werden Teile der Stadtverwaltung hier untergebracht.
Ab Mitte der neunziger Jahre steigen die Schülerzahlen wieder an, von 135 im Jahr 1993 auf 210 im Jahr 2000. Gabriele Sperling tritt als Schulleiterin ihren Dienst an.
Wiedereinzug der Schule in das alte Schulgebäude. Mit tatkräftiger Hilfe des Fördervereins beginnt der schrittweise Aufbau einer Schülerbücherei.
Umwandlung in eine Offene Ganztagsschule. Für Kinder, deren Eltern dies wünschen, bietet unsere Schule im Anschluss an den Unterricht bis 16.00 Uhr Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung sowie Bildungs- und Freizeitangebote an.
Zertifizierung zur “Tutmirgut-Schule” durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Bewegung, gesunde Ernährung und Stressregulation gehören als feste Bausteine zu unserem Schulleben
Herr Emrich wird zum Konrektor ernannt.
Verabschiedung von Frau Gabriele Sperling. Herr Emrich uebernimmt kommissarisch die Leitung.
Umwandlung in eine Gemeinschaftsgrundschule.
Herr Emrich wird offiziell zum Rektor ernannt.
Der Container wird im Sommer 2024 eingeweiht. Aber dem Sommer 2025 ist die Schule ist erstmals voll vierzügig.
Besondere Highlights
Nachkriegsjahre
Hier sind einige Auszüge aus der Schulchronik. Der erste Abschnitt ist fotografisch wiedergegeben um ein wenig den Flair des Alten zu erhalten. Alle folgenden Passagen sind wortgetreue Auszüge. Die Orthographie der damaligen Zeit wurde übernommen. Wer nach dem Lesen Lust auf mehr Originaltext hat, kann sich die ersten 14 Seiten der Chronik als PDF-Dokument herunterladen. Dort wurden alle Seiten fotografisch wiedergegeben.
Viel Spaß!
Neuanfang
Der furchtbare Weltkrieg, der 1939 begann, endigte 1945. Die schlimmsten Monate der Beschußzeit waren Januar, Februar, März, April 1945. Die Amerikaner hatten das gegenüberliegende linksrheinische Dorf Urfeld besetzt und bestrichen mit ihrer Artillerie mit furchtbarer Wirkung das rechtsrheinische Gebiet mit Niederkassel. Wochen und Monate war es der Bevölkerung nicht möglich, frei die Dorfstraße zu passieren ohne Gefahr zu laufen, Splitter abzubekommen oder durch Abwürfe aus den Flugzeugen getötet zu werden. Zahlreiche Todesopfer und viele Schwerverletzte wurden verzeichnet. Die Verletzten wurden vom Kloster und vom Roten Kreuz versorgt.
Das Dorf hat viele Schäden zu verzeichnen. Manches Haus ist verschwunden. Die Kirche und das Pfarrhaus sind, Gott sei Dank, erhalten, wenn auch schwer beschädigt. In dieser gefahrvollen Zeit hielt Herr Pfarrer Grimm täglich im Pfarrhause die heilige Messe.
Ein Teil der Bevölkerung verließ fluchtartig den Ort. Einer der ersten war der nationalsozialistische Bürgermeister Baumgärtel mit Frau. Er hat den Ort nach der Einnahme durch die Amerikaner am 13. April 1945 nicht mehr betreten. Die Reste der deutschen Soldaten, 10 Mann, zogen in den späteren Abendstunden des 12. April von Niederk. fort. Da der Ring von den Amerikanern bereits geschlossen war, wurden sie Gefangene. Kampflos wurde der Ort den Amerikanern übergeben. Für Niederkassel war der Krieg zu Ende.
Nach einigen Tagen verließen die Amerikaner das Dorf. Nur den Städten blieben die Besatzungstruppen. Jedermann freute sich der ungewohnten Bewegungsfreiheit auf den Straßen, ohne Angst, ohne Gefahr. Aber wie lange? Bald kam eine Zeit größter Not. Bewaffnete Banden überfielen bei Nacht die Dörfer. Monatelang verbrachten wir jede Nacht in der Angst, von ausländischen Überfallenden ausgeplündert zu werden und noch mehr.
Auch diese böse Zeit ging vorüber. Und wie stand es in der Kriegs- und Beschußzeit mit der Schule. Im Laufe des vorletzten und des letzten Kriegsjahres war sehr unregelmäßig Schule. Von Januar 1945 ab war die Schule von Soldaten besetzt. Der alte Schulbau war zu Anfang des Krieges wegen Unhygiene geschlossen worden. 3 Räume waren vom Bürgermeister im Altersheim des Elisabethhauses, Rathausstr. für Schulzwecke beschlagnahmt worden. Am 21. Sept. 1945 wurde der Schulunterricht in Niederkassel wieder aufgenommen. Nur 1 Klassenraum konnte bezogen werden. Die beiden anderen Räume im Kloster waren durch Beschuß unbrauchbar. Auch der eine benutzte Raum war nur notdürftig hergerichtet. 14 Tage war die Seite nach dem Rhein zu nur mit Pappe verschlagen. Sonntag vor Schuleröffnung war feierliche Kreuzübertragung aus dem Pfarrhaus in den Klassenraum. Die Gemeinde beteiligte sich vollzählig. Zunächst wurden nur 4 Jahrgänge unterrichtet.
Freud und Leid - Die schwere Zeit der Nachkriegsjahre
Am 10.11.1945, Vorabend von Martinus, fand wieder das erste Mal nach den Jahren der Not, der Fackelzug statt. Die gesamte Schuljugend und die Kleinen aus dem Kindergarten beteiligten sich mit Fackeln. St. Martinus zu Pferde, Musik und ein langer Fackelzug. Ein Riesenfeuer am Kriegerdenkmal - eine Rede des Hern Amtsdirektors Becker - und ein feiner Weckmann zum Schluß. [...]
4.2.46 [...] Vorbereitung zur Abstimmung für die konfessionelle Schule. Niederkassel hat 101 Erziehungsberechtigte mit 151 Kindern. Alle haben ihre Stimme der kath. Schule gegeben. [...]
Mittwoch, 17. Juli 1946 wurde duch Herrn Kardinal Dr. Josef Frings die heilige Firmung in Niederkassel erteilt. Das Dorf hatte einen würdigen Schmuck angelegt. Jedes Haus hatte Kirchenfahnen aufgezogen. Am Dorfeingang grüßte den hohen Kirchenfürsten ein Guirlandenbogen. Wimpelschnuren schmückten die Straßen. Unter feierlichen Glockengeläut zog der Fürst in die Kirche ein. Am Portal wurde er mit einem Gedicht empfangen. Herr Pfarrer Grimm gab in seinen Begrüßungsworten einen Rückblick über die schweren Zeiten, die Kirche u. Pfarrei überstanden hätten. Darauf begann das Pontifikalamt. Nach dem Evangelium sprach der Herr Kardinal zu den Kindern. Nach der heiligen Firmung prüfte er sie. [...]
Am 28. August Ausflug der Mittelklasse ins Siebengebirge. Dieser 1. Ausflug für die Kinder war ein Erlebnis. 8 Uhr Abfahrt in Niederkassel. In Bergheim Fahrt über die Sieg - Wanderung bis Beuel, Fahrt nach Niederdollendorf. Fußtour durch den Wald nach Heisterbach. Rast im Einkehrhaus und Stärkung aus mitgebrachtem Vorrat. Am Fuße des Ölberges vorbei bis Honnef. Bahnfahrt nach Troisdorf. Müde aber sehr befriedigt Ankunft in N. gegen 1/2 7 Uhr. [...]
31. Okt. 46 Ärztliche Untersuchung. Die Krätze breitet sich immer mehr aus. [...]
[...] 3 Klassen, 3 Lehrende, 2 Klassenräume; 166 Kinder [...]
Am Abend des 11. Nov. fand unter regster Beteiligung der Dorfeinwohnerschaf der Martinszug statt. Die Schulkinder, die Kindergartenkinder und Mütter mit Kleinkindern trugen Fackeln, sodaß der Zug einen erhebenden Eindruck machte. Die Kinder schmetterten aus voller Kehle zum Lobe des Heiligen ihre Lieder. [...] In der Schule wurde ein Wecken von besonderer Größe und Güte den Kindern beschert.
1946/1947 war ein ungewöhnlich langer und strenger Winter. 2 Wochen vor Weihnachten setzte er ein und hielt an bis zum 10. März 1947. Da das Heizmaterial für beide Klassen nicht ausgereicht hätte, wurde der Unterricht drei Mal unterbrochen. Kälteferien: 28.1.47-2.2.47; 7.2.47-19.2.47; Ab 20.2.47 wurde zwecks Einsparung von Heizmaterial nur 1 Raum geheizt.
Die erste Schulspeisung der Kinder in Niederkassel setzte am 2. Sept. 47 sein. Alle Kinder erhalten 1/2 l Suppe. Die zwölfjahrigen K. erhalten zusätzlich ein Brötchen. Die Schwestern im Elisabethhaus sorgen für die Fertigstellung und Austeilung der Suppe. 178 Portionen werden gebraucht. [...]
Weihnachtsferien: 20. Dez. bis 7. Jan. 1948. Am letzten Schultage wurde noch eine besondere Freude den Kindern durch eine Sonderzuteilung von der Schulspeisung gemacht. 1 Tafel Schokolade, 1 Rolle Bonbons, 1 Fruchtstange, Erdnusse und 1 geschlossenes Päckchen (Armeepackung). Die Freude war groß.
Am heiligen Tage früh 5 Uhr war die Christmette. Nach Jahren läuteten die Glocken festlich und feierlich und luden die Gemeinde ein, Gott die Ehre zu geben. Und sie kamen wohl alle in das herrlich geschmückte Gotteshaus. Hell strahlten die Christbäume am Altare und um die Krippe mit den trauerlichen Figuren. Eine Krippenfeier ging den drei Ämtern voraus. Lehrer Markert hatte seine Kinder für diese Feier interessiert. Die Kinder jubelten wohl mit den Englein im Himmel um die Wette. Eine unübersehbare Menge nahte sich dem Tische des Herrn. Kaum einer verließ die Kirche, bevor die 3 Ämter beendet waren. Auch die Kinder hielten aus. Es war ihnen gewiß kein kleines Opfer, da daheim die Gaben ihrer warteten. [...]
Das Jahr 1947 hat seine Tore geschlossen. Ein Jahr der Not und des Hungers für unser deutsches Volk. Ein Blick auf die Kinder in der Schule zeigt sichtliche Spuren dieser Not. Der Mangel an Schuhen ist besonders groß. Die mangelhaft geflickte Kleidung zeigt, daß es bereits am nötigsten Stopfmaterial fehlt. 1/3 der Kinder hat nur trockenes Brot zum Frühstück mit. Eine schnelle Ermüdung und geringe Konzentration im Unterricht sind die Folge der mangelhaften und unzureichenden Ernährung. Bei den älteren Jahrgängen ist eine wachsende Sucht nach Vergnügungen festzustellen, der die Eltern nicht entgegentreten. [...]
Zur großen Freude der Kinder brachte St. Martinus auch 1948 einen guten Wecken. 400 Wecken waren gebacken worden. Dank sei den Spendern, die mit den übriggebliebenen Wecken kranken und alten Leuten und manchem Flüchtling eine Freude bereiteten. [...]
Zu den Sommerferien wurden die Klassenzimmer einer gründlichen Renovation unterzogen und erhielten einen neuen Anstrich, was die Arbeitsfreude bei Kindern und Lehrpersonen erhöhen wird. Der Plan eines Schulneubaues ist deshalb aber nicht aufgegeben.
Schulspeisung
Hier gibt's einige Auszüge aus dem "Schulspeisungstagebuch" der Schule Niederkassel aus den Jahren 1948/1949. Viel Spass beim Lesen!
Schulneubau
Hier sind einige Auszüge aus der Schulchronik, die den Bau unseres alten (heute gelben Schulgebäudes) dokumentieren. Einige Textteile wurden fotografisch wiedergegeben um den Flair des Alten zu erhalten bzw. zu verdeutlichen. Da das Lesen der handschriftlichen Originaltexte insbesondere am Bildschirm sehr anstrengend ist, wurden grosse Teile abgetippt. Diese sind an ihrer grauen Hintergrundfarbe zu erkennen.
Alle Texte sind wortgetreue Auszüge. Die Orthographie der damaligen Zeit wurde uebernommen.
Es gibt weder Akten noch sonstige schriftliche Unterlagen über den Bau der alten Schule. Trotzdem kann man auf Grund von Bekundungen älterer Niederkasseler, die von ihren Eltern und Großeltern wissen, daß sie diese Schule besucht haben, vor allem aber an Hand des beim Abbruch von den Sachverständigen geprüften Baumaterials mit ziemlicher Sicherheit sagen, daß die alte Schule um 1820 erbaut wurde. Sie erreichte also das ehrwürdige Alter von 130 Jahren.
Schon vor 25 Jahren war sie baufällig. Schon damals wurden Pläne entworfen, verworfen, oder ihre Ausführung scheiterte, weil die finanziellen Mittel nicht aufzubringen waren. 1936 war es wieder einmal so weit. Durch Landzusammenlegung konnte an der Rosenstraße ein 4 Morgen großes Baugrundstück gewonnen werden, 1939 begann man mit den Ausschachtungsarbeiten, die der Krieg unterbrach. Sie wurden nach dem Kriegsende nicht fortgeführt; schließlich wurde das Gelände für Siedlungszwecke verwandt.
Die alte Schule war inzwischen so baufällig geworden, daß sie in den letzten Kriegsjahren nicht mehr zu schulischen Zwecken benutzt wurde. nach dem Kriege wurde sie notdürftig instand gesetzt und wieder von der Schuljugend bezogen. Den Plan einer neuen Schule verlor man aber nicht aus dem Auge. Zunächst war vorgesehen, auf dem Grundstück der alten Schule einen neuen zweigeschossigen Bau auszuführen; später wurde von Baumeister Daniels ein eingeschossiger Winkelbau entworfen. Dann kamen die "Fredeburger Richtlinien", man mußte neu planen.
[...] Am 24.4.1959 erfolgte der erste Spatenstich am Ostflügel des Baues. Die Arbeiten wurden so intensiv vorangetrieben, daß das alte Schulhaus sich den Arbeiten am neuen hindernd in den Weg stellte. Deshalb verließ die Schuljugend am 10.5.1950 das alte Gemäuer und mußte zur Fertigstellung des Neubaues in Behelfsräumen untergebracht werden. [...]
Schon 5 Tage später, am 15.5.1959 wurde das alte Schulhaus abgetragen.
Die Arbeiten gingen unaufhaltsam vorwärts und schon am 21.6.1950 konnte mit dem Aufsetzen des Dachstuhles begonnen werden.
Am 13.7.1950 war es soweit, daß das Richtfest feierlich begangen werden konnte. Behördenvertreter der Kreisverwaltung und des Schulamtes Siegburg und der Regierung Köln waren anwesend. Zum Anschluß an die offizielle Feier folgte ein geselliges Beisammensein bei Brodesser, das die geladenen Gäste und die am Bau beteiligten Handwerksmeister und Arbeiter für einige Stunden zusammenführte.
Man soll nun nicht glauben, daß mit der Fertigstellung des Rohbaues der größte Teil des Werkes getan ist. Nun folgten die Innenarbeiten in planvoller Aufeinanderfolge und es dauerte noch 5 Monate, bis der große Tag der Schuleinweihung nahte.
Dieser Samstag, der 16. Dezember 1950 wird in die Geschichte der Entwicklung der Gemeinde Niederkassel einen besonderen Platz einnehmen.
Wie zu hohen Festtagen zeigte sich der Ort am Samstag im Schmuck wehender Fahnen, der beste Beweis dafür, wie stark jeder Niederkasseler sich mit dem festlichen Anlaß, der Einweihung der neuen Schule, verbunden fühlte.
Landrat Etzenbach bezeichnete die Schule als musterhaft. Hier sollen die Kinder das Rüstzeug für ihr späteres Leben erhalten. Nicht nur Weltwissen solle in ihr gelehrta, sondern auch der christliche Standpunkt gelebt werden. Mit seinem Dank überreichte der Landrat Etzenbach dem Schulleiter ein von den Siegburger Kunstmaler Vilzkotter geschaffenes Bild als Geschenk der Kreisverwaltung.
Jubiläum
Unser gelbes Schulhaus wurde am 16.12.2010 60 Jahre alt
Wann und warum wurde unser gelbes Schulhaus gebaut ?
Seit 1820 gab es in Niederkassel ein Schulhaus, in das über 100 Jahre die Niederkasseler Kinder zur Schule gingen. In der Zeit des 2. Weltkrieges (1939-1945) war diese „alte Schule“ schon wegen unhygienischer Zustände geschlossen worden, und der Unterricht fand für die Niederkasseler Kinder in drei Räumen des Altenheims „Elisabethhaus“ statt. Nach dem Krieg (1945) wurde die „alte Schule“ wieder notdürftig für den Unterricht hergerichtet, denn die Klassenzimmer im „Elisabethhaus“ waren durch Kriegsschäden unbrauchbar.
Bis 1950 gingen die Kinder dann wieder in die „alte Schule“, aber das Schulhaus wurde immer baufälliger. Deshalb wurde entschieden, dass in Niederkassel ein neues Schulhaus gebaut werden sollte:
- Am 15.Mai 1950 wurde die „alte Schule“ abgerissen.
- Am 24.Mai 1950 wurde der Grundstein zur neuen Schule gelegt.
- Am 16.Dezember 1950 war das neue Schulhaus (unser heutiges gelbes Gebäude) endlich fertig.
Mit einem großen Fest wurde es eingeweiht. Wie an hohen Festtagen wehten Fahnen in Niederkassel, und es fand ein Festgottesdienst in der Kirche statt, bei dem vier Kreuze für die vier neuen Klassenräume eingesegnet wurden. Diese wurden in einer Prozession zur neuen Schule gebracht, die von Tannengirlanden geschmückt war. Die Festgemeinde versammelte sich vor der Schule. Bürgermeister Hubert Stolz, Hauptlehrer Herbert Markert, Landrat Etzenbach und andere wichtige Persönlichkeiten hielten Ansprachen und der Schulchor sang. Pastor Limburg segnete das neue Schulhaus.
„Am 9. Januar 1951, dem ersten Schultag nach den Weihnachtsferien, lag eine große Spannung über 200 Schulkindern und den 4 Lehrern: Der erste Unterricht im neuen Schulgebäude!!! Es war für alle ein erhebendes Gefühl, in solchen Räumen Unterricht zu erteilen und am Unterricht teilzunehmen. Und es kann schon heute zum Ruhme der Kinder gesagt werden: Die Kinder sind der Schönheit ihrer Schule mit soviel Ehrfurcht begegnet, dass nach Ablauf des ersten Vierteljahres noch keinerlei Schäden, auch kleinsten Umfanges, festzustellen sind.“ (Zitat aus der Schulchronik) Die Niederkasseler waren stolz auf ihre neue Schule.
Herr Schnabel für das Jubiläum im Jahre 2010 ein Dokument verfasst, in dem er den Kindern, Lehrkräften und allen anderen Interessierten seine Erinnerung an seine Schulzeit an der Grundschule Niederkassel darstellt:
PDF: Erlebnisse eines Schulkindes in Niederkassel
Unser großes Schulhaus wird am 24.09.2016 50 Jahre alt
Wann und warum wurde unser großes Schulgebäude gebaut ?
Nach und nach wuchsen die Schülerzahlen. Es wurden neue Häuser in Niederkassel gebaut und dort zogen Eltern mit Kindern ein.
Im Jahr 1964 hatten schon mehr als 220 Kinder Unterricht in dem im Jahr 1950 gebauten Schulgebäude an der Hauptstraße. Sie wurden in 6 Klassen unterrichtet und benötigten eigentlich 6 Klassenräume. Im Schulhaus gab es jedoch nur 4 Klassenräume und einen Notraum, der viel zu klein war. Die Klassen waren damals nämlich noch ziemlich groß:
- 1. Klasse: 38 Kinder
- 2. Klasse: 40 Kinder
- 3. Klasse: 29 Kinder
- 4. Klasse: 37 Kinder
- 5./6. Klasse: 35 Kinder
- 7./8. Klasse: 42 Kinder
Da es nicht genug Klassenräume gab, hatten einzelne Klassen morgens, andere Klassen nachmittags bis 16.30 Uhr Unterricht. So teilten sie sich die wenigen Klassenräume. Das erste Schuljahr wurde in einem Not-Klassenraum im evangelischen Jugendheim unterrichtet.
Im Jahr 1964 wurde von der Gemeinde entschieden, einen Schulneubau hinter das bisherige Schulgebäude zu setzen:
- Am 18.Februar1965 wurde der Grundstein für den Schulneubau gelegt.
- Am 24.September 1966 fand die Einweihungsfeier des neuen Schulgebäudes statt.
Am 10.08.1968 wird unsere Schule zur Grundschule. Es besuchen nur noch Kinder vom 1. - 4. Schuljahr unsere Schule. Ab dem 5. Schuljahr gehen die Kinder zur Hauptschule in Lülsdorf oder zu einer anderen weiterführenden Schule.
Bis 1974 hat die Schule keine eigene Turnhalle. Der Sportunterricht findet im Saal Cremanns (Veranstaltungssaal der heutigen Gaststätte „Op der Eck ) statt. Am 04. Juli 1974 erhält die Grundschule Niederkassel endlich ihre eigene, neue Turnhalle. Hierüber freuen sich Kinder und Lehrer sehr.
Letzte Änderung am 17.02.2026